Das Organisationsversagen des Landes bei der Erstaufnahme von Flüchtlingen zeigt sich exemplarisch an den Zuständen in der Erstaufnahmeeinrichtung in Dortmund-Hacheney. Täglich kommen hier bis zu 1300 Menschen bei einer Kapazität von nur 350 Plätzen an, dauerhafte Überbelegung und mehrere Aufnahmestopps sind die Folge. 

 

 

 

Dazu erklärt die Dortmunder CDU-Landtagsabgeordnete Claudia Middendorf: „Seit Monaten weisen die Stadt Dortmund und wir in der Landtagsfraktion auf die völlig unhaltbaren Zustände der Erstaufnahmeeinrichtungen hin. Doch die Landesregierung hat die Hilferufe ignoriert und macht nichts, um die Situation in Dortmund zu verbessern.“ Noch immer sei es damit nicht gelungen, ein geregeltes Aufnahmeverfahren für Menschen, die vor Krieg und Terror nach Nordrhein-Westfalen flüchten, zu gewährleisten. 

 

Middendorf: „Dieses Organisationsversagen des Landes zwingt die Verantwortlichen der Stadt nun zu drastischen Maßnahmen, nachdem bereits in den vergangenen fünf Wochen fünf Aufnahmestopps verhängt wurden. Die Erstaufnahmestelle in Dortmund-Hacheney soll ab sofort immer dann schließen, wenn mehr als 700 Menschen über einen Tag hinweg ankommen. Das hat die Stadt am Dienstag richtigerweise im Sinne der Flüchtlinge entschieden. Faktisch ist die Einrichtung damit montags und dienstags geschlossen, damit es nicht abermals dazu kommt, dass Menschen in der Erstaufnahmeeinrichtung nachts kein Dach über dem Kopf haben. Die rot-grüne Landesregierung muss die jetzt angekündigte Maßnahme der Stadt als dringenden Weckruf verstehen und endlich die Situation in Dortmund entschärfen!“